Klettersteig im Wilden Kaiser: Jubiläumssteig

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Hinweisschild zum Jubiläumssteig

Der Jubiläumssteig im Wilden Kaiser ist ein echtes Highlight für alle Klettersteigfans – egal, ob Anfänger oder Fortgeschrittene. Wie schon der Topo verrät, ist der Steig sehr gut eingerichtet und mit der Schwierigkeit A/B auch für Anfänger geeignet. Mit einem zusätzlichen Sicherungsseil ist diese Via Ferrata auch etwas für Kinder. Erfahrene Klettersteiggeher können bestimmt auf einige der vielen Sicherungspunkte verzichten. Trotzdem lohnt sich der Weg auch für Fortgeschrittene. Die Landschaft und das Felsenpanorama sind einfach unbeschreiblich schön.

Seilsicherung für Kinder im Jubiläumssteig

Mit Seilsicherung können auch Kinder den Jubiläumssteig gehen. © Outdoortraum

Zustieg zum Jubiläumssteig

Los geht es an der Wochenbrunner Alm. Wo sich die Reichen und Schönen tummeln, kann man gegen Gebühr parken. Da man den Jubiläumssteig in beide Richtungen begehen kann, gibt es von hier verschiedene Möglichkeiten, zur Via Ferrata zu gelangen:

• über den Weg 825 Richtung Gruttenhütte
• über die Gaudeamushütte und den Klammlweg (Weg 812/822 und 813/824) Richtung Gruttenhütte
• über die Gaudeamushütte Richtung Ellmauer Tor (Weg 812)

Gruttenhütte

Die Gruttenhütte thront in 1.620 Metern Höhe. © Outdoortraum

Wir haben uns für Möglichkeit 1 entschieden, den Weg über die Gruttenhütte. Für den Zustieg brauchen wir etwa 1,5 Stunden. Da hier erst einmal einige Höhenmeter zu überwinden sind, kann es an heißen Tagen schon etwas anstrengend werden. Von der Wochenbrunner Alm, die auf 1.080 Metern liegt, geht es nämlich bis auf die 1.619 Meter hoch gelegene Gruttenhütte. Wer mag, kann sich hier bei schönster Aussicht erfrischen, bevor es dann mit dem Jubiläumssteig losgeht.

Wilde Felsen im Wilden Kaiser

Der Klettersteig ist sehr gut eingerichtet. Es gibt ausgesprochen viele Stahlseile und Trittstufen. Steile Passagen sind sogar mit Leitern ausgestattet. Was den Weg so besonders macht, sind die atemberaubenden Ausblicke. Immer wieder müssen wir stehen bleiben und zu den schroffen Felsen hinaufschauen, die sich direkt vor und neben uns erheben. Rechter Hand liegt weit unter uns das Tal. Manchmal grüßt uns aus der Ferne das Geläut von ein paar Kuhglocken. Idyllischer kann ich mir eine Wanderung kaum vorstellen.

Blick ins Tal vom Jubiläumssteig aus

Der Blick ins Tal vom Jubiläumssteig aus. © Outdoortraum

Schwindelfrei?

Doch bei allem Genuss ist es wichtig, den Weg selbst nicht aus den Augen zu verlieren. Der ist mitunter nämlich ganz schön ausgesetzt. Eine tiefe Felsspalte überqueren wir auf guten Fußtritten. Zwischen unseren Füßen sehen wir den Abgrund. Wer da nicht schwindelfrei ist, sollte sich vielleicht lieber einen anderen Weg aussuchen.

Trittstufen über die Felsspalte

Zwischen den Trittstufen gähnt die Tiefe. © Outdoortraum

Abwechslungsreicher Jubiläumssteig

Ob wohl Trittsicherheit und Schwindelfreiheit nötig sind, ist der Weg nie zu schwierig. Aber er ist so kurzweilig eingerichtet, dass er uns auch ohne große Herausforderung viel Spaß macht. Mal geht es ein wenig bergab, auf Leitern dann wieder in die Höhe. Wir gehen an spitzen Felsnadeln vorbei und balancieren auf schmalsten Pfaden. Da ist es schade, dass nach einer Stunde schon alles vorbei ist.

ausgesetzter Klettersteig

Auf schmalen Pfaden durch die hochalpine Landschaft. © Outdoortraum

Abstieg

Bergab geht es dann zur Gaudeamushütte. Auch dieser Weg, der Weg 812, ist schön und gut markiert. Je tiefer wir kommen, desto dichter wird die Vegetation. In der Hitze erschlägt uns fast der herbe Duft der Latschenkiefern. Das Glockengeläut wird lauter und schließlich sehen wir vor uns die Gaudeamushütte. Die Terrasse ist voll mit Wanderern, die sich Limo, herzhafte Kartoffelsuppe und Kaiserschmarrn schmecken lassen. Wir gönnen uns auch ein kühles Radler bevor wir den Abstieg von hier zur Wochenbrunner Alm fortsetzen.

Ellmauer Tor

Blick aufs Ellmauer Tor. © Outdoortraum

Wir sitzen und schauen hinauf in die Berge. Dort oben im hochalpinen Gelände, da waren wir gerade. Diese Zufriedenheit nach einer schönen Bergtour schmeckt mindestens so gut wie unser Radler.

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