Natur und Kunst – natürlich schreiben

Natur und Kunst sind zwei eng verbundene Begriffe. Wo hört das eine auf und wo fängt das andere an? Ist künstlerisches Talent etwas natürlich Gegebenes oder ein erlerntes Handwerk? Kann die Natur selbst ein Kunstwerk sein?

Diese philosophischen Fragen will ich hier gar nicht in aller Tiefe erörtern. Das haben andere vor mir besser getan. Für mich und meine Arbeit habe ich eine Antwort aber gefunden: Natur und Kunst gehören untrennbar zusammen.

Das heißt in meinem Fall: Mein natürliches Talent fürs Schreiben habe ich durch weiteres Lernen und Üben als Handwerk perfektioniert.

Zurück zur Natur!

Diesen Ausruf prägte Jean-Jacques Rousseau und stellte die Natur als positives Vorbild der negativ geprägten künstlichen, also von Menschen gemachten Zivilisation gegenüber.

Diesen Gegensatz empfinde ich persönlich nicht als ausschließlich negativ. Aus Unterschieden können ja auch interessante Spannungen entstehen, die als Inspirationsquelle dienen.

Mein Drang nach draußen ist trotzdem riesig. Insofern wünsche ich mich schon manchmal „zurück zur Natur“. Denn wann immer ich im Freien unterwegs bin, fließen die Ideen bei mir ganz automatisch. Ich fühle mich dann als Teil eines größeren Ganzen, bewege mich darin und meine Gedanken bewegen sich in mir.

Inspirationsquelle Nummer eins

Für mein Schreiben ist die Natur deshalb der wichtigste Hort an Inspiration überhaupt. Nicht immer schreibe ich meine Ideen direkt auf. Aber ich sammle sie als Bilder und Eindrücke, auf die ich dann später zurückgreifen kann.

In meinen Workshops zum kreativen Schreiben bringe ich den Teilnehmenden diesen Schatz vor unserer Haustür näher. Regelmäßig gehen wir gemeinsam nach draußen und schreiben direkt vor Ort. Und das Schönste daran: Unsere Umwelt ist unerschöpflich in ihrer Vielseitigkeit, denn sie verändert sich laufend mit den Jahreszeiten. Wir müssen also nur die Augen öffnen und bereit sein für die Ideen.

Wenn meine Kollegin Silke Bicker in ihrer Blogaktion nach dem Wert der Natur in der Selbstständigkeit fragt, ist meine Antwort eindeutig: für mich unschätzbar!

Welche Rolle spielt die Natur für Sie? Verraten Sie es mir im Kommentar!

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